1. Die Anagenphase (Wachstumsphase):

Die Wachstumsphase ist in 6 Stadien eingeteilt. Der neue Zyklus beginnt schon, wenn noch das alte Telogenhaar im Haarfollikel steckt. Es findet ein hoher Stoffwechsel und eine hohe Zellteilungsaktivität statt. Als erstes ist eine erhöhte Zellteilung der epithelialen Stammzellen (germinative Zellen) in der Wulstregion zu beobachten. Von dort aus wächst das neue Haar als erstes in die Tiefe. Dort angekommen durchläuft das Haar verschiedene Stadien und kommt an der Hautoberfläche im Anagenstadium 5 an. Der Haarfollikel ist am größten ausgebildet und besitzt seine volle Länge im Stadium 6. In diesem Stadium kann das Haar verödet werden. Die Dauer der Wachstumsphase ist von Körperzone zu Körperzone verschieden lang. Die maximal erreichbare Haarlänge ist genetisch individuell festgelegt.

2. Die Katagenphase (Übergangsphase):

Nach der Wachstumsphase wird das Haar von der Haarwurzel abgetrennt und langsam abgeschoben. 
Der Follikel durchläuft während der Ruhephase einen kontrollierten Rückbildungsprozess. Diese Phase ist gekennzeichnet durch programmierten Zelltod. Die kleinen Ärmchen der Melanozyten (Zellen, die das Pigment Melanin produzieren) ziehen sich zurück. Langsam wird die Melaninproduktion reduziert und später vollständig gestoppt. Der Haarbulbus nimmt am proximalen (unteren Teil) an Dicke ab und die Haarpapille verschmälert sich und gibt ihre Zellen frei. Das Kolbenhaar entwickelt sich und wird langsam an die Hautoberfläche geschoben. Es tritt die Ruhephase, das Telogen, ein.

3. Telogenphase

Das ist die Ruhephase.  Die Nährstoffversorgung zum Haar ist unterbrochen.
Das Kolbenhaar sitzt in seinem verhornten Säckchen und steigt im Follikel bis unterhalb der Talgdrüsenmündung hoch. Mit der Zeit wird das Kolbenhaar immer dünner und die Verankerung des Kolbenhaars mit dem Haarfollikel lässt nach. Je nach Körperregion fällt das Haar typischerweise am Ende der Telogenpahse nach 1 bis 3 Monate aus. So ist es, das z.B. ca. 50-100 Haare pro Tag nur am Kopf nach einiger Zeit beim Waschen und Kämmen ausfallen. 
Etwa 10-30% der Haare befinden sich in diesem Zyklus.

Bedeutung des Haarzyklus bei Photoepilation mit IPL

Kennt man diese Wachstumszyklen und weiß man, wie das Haar wächst, kennt man den Wirkmechanismus der reinen selektiven Photoepilation, ist es verständlich, dass bei der dauerhaften Haarentfernung die Wachsstumsphasen eine große Rolle spielen. Da die Pigmentproduktion des Haarfollikels (Melanogenese) streng vom Haarzyklus abhängig ist und erst im späten Anagen 4 beginnt, ist erst ab diesem Zeitpunkt genügend Melanin für eine durchzuführende Photoepilation vorhanden. Das Haar wird durch den Lichtimpuls selektiv erhitzt und erwärmt den Haarfollikel von innen. Haare, die sich im frühen Anagen befinden, werden von der Photoepilation nicht erreicht bzw. das Haar wird da nur geschädigt. Telogenhaare können auch nicht dauerhaft entfernt werden, da die enge Verbindung mit den pigmentierten Matrixzellen und Melanozyten nicht mehr besteht, und das Haar sich im Haarfollikel schon zurückbildet hat.

 

Da die Haarwachstumszyklen asynchron ablaufen, sieht man immer nur einen Teil der tatsächlich vorhandenen Haare. Aufgrund dieser Haarwachstumsphasen sind für eine vollständige Haarreduktion in jedem Fall mehrere Behandlungen notwendig (i.d.R. 8-12 Sitzungen). Die Therapie zur dauerhaften Haarentfernung erstreckt sich damit immer über einen längeren Zeitraum.

Der Abstand der einzelnen Behandlungen richtet sich nach dem zu behandelnden Körperregionen und variiert zwischen drei bis zwölf Wochen. Nach der Behandlung fallen die Haare von Ihnen unbemerkt innerhalb von 5 bis 20 Tagen aus. Alle Haare die sich während der IPL-Behandlung in der Ruhephase (Telogenphase) befunden haben, wachsen je nach Region innerhalb von 3 bis 12 Wochen nach. Das ist der Zeitpunkt an dem die nächste Behandlung erforderlich wird.

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